Qualitätssicherungssystem

Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung
in der Evangelisch - Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs (EAE)


Qualitätssicherungssystem
Stand: Dezember 2010

Inhaltsverzeichnis
Seite

1. Qualitätsverständnis/Grundsätze 3

2. Teilnehmer/inneninformation 7

3. Qualitätsmerkmale für die Durchführung von 8
Bildungsveranstaltungen

4. Mitarbeit von externen Referent/innen 10
4.1 Checkliste für Vertragsgespräch 10
4.2 Kurzprotokoll über Vertragsgespräch 11
4.3 Werkvertrag 12
4.4 Fahrtkostenabrechnung 13
4.5 Honorarrichtlinie 14

5. Kriterien für Teilnahmenachweise 15

6. Evaluation von Bildungsveranstaltungen 17
6.1. Grundsätze 17
6.2. Instrumente – Fragebögen 19


1. Qualitätsverständnis/Grundsätze

Seit einigen Jahren gibt es in der EAE und in ihren Mitgliedseinrichtungen eine systematische Qualitätsdiskussion.
Mitgliedseinrichtungen sind:Amt für GemeindedienstEvangelische Akademie Mecklenburg-VorpommernEvangelische Erwachsenen- und Familienbildung, GüstrowEvangelisches Frauenwerk Mecklenburg-VorpommernEvangelische MännerarbeitTheologisch-Pädagogisches InstitutKonfessionskundliches WerkHaus der Kirche „Sibrand Siegert“, Güstrow
In diesem Prozess wurden verschiedene Qualitätsstandards gemeinsam erarbeitet, die bei der Planung, Durchführung und Evaluation von Bildungsveranstaltungen angewendet werden.
Folgende Aspekte werden dabei in den Blick genommen:

Ziele
Zweck und Aufgaben der EAE sind in einer landeskirchlichen Ordnung festgelegt.
Die EAE verantwortet die öffentliche Bildungsarbeit mit Erwachsenen im Rahmen
der Evangelischen Landeskirche in Mecklenburg-Vorpommern.
In ihr wirken verschiedene Einrichtungen und Werke zusammen. Dadurch ergibt sich eine große thematische Vielfalt (von Frauenbildung bis zur Fortbildung von Ehren-amtlichen für soziale Arbeit, von Angeboten für Akademiker/innen bis zu Veranstal-tungen mit bildungsungewohnten Menschen). Gemeinsamkeiten ergeben sich aus dem Profil evangelischer Erwachsenenbildung (EEB):EEB trägt in der Verantwortung des christlichen Glaubens zur Sinn- und Werteorientierung in einer für den einzelnen zunehmend schwieriger zu durchschauenden Gesellschaft bei.EEB hat es mit mündigen Menschen zu tun, die selbst entscheiden, was sie wie lernen möchten. Sie brauchen Möglichkeiten der Mitgestaltung des Lernprozesses. Deshalb arbeitet EEB teilnehmer/innen- und prozessorientiert.EEB fördert vielfältigen Austausch zwischen Kirche und Gesellschaft. Sie erreicht mit ihren Angeboten in besonderem Maße Menschen ohne kirchliche Bindungen und schafft damit Kontakte zwischen Menschen der innerkirchlichen und außerkirchlichen Öffentlichkeit.
Für die Mitgliedseinrichtungen sind Zweck der Einrichtung und langfristige Ziele in Satzungen bzw. Ordnungen fixiert, die von der Landeskirche genehmigt und ver-öffentlicht werden.
Eine Überprüfung der Praxis in Hinsicht auf die Ziele, Bilanz der bisherigen Arbeit und Entwicklung neuer Ziele erfolgt in jährlichen Klausurtagungen mit allen Mitar-beiter/innen.
Ein weiteres wichtiges Moment der Qualitätssicherung ist die kontinuierliche Beglei-tung der Arbeit durch Beiräte und Kuratorien, denen neben hauptamtlichen Mitar-beiter/innen auch evangelische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens angehören. In regelmäßigen Zusammenkünften erfolgen hier Rechenschaftslegung und Festle-gung neuer Ziele.
Eine Form der Darlegung und kritischen Reflexion der Arbeit sind die jährlichen Berichte zu den Frühjahrssynoden als den obersten Gremien der Landeskirchen.
Inhaltliche Standortbestimmung und Zielvergewisserung brauchen auch überregio-nale Bezugsrahmen. Die Mitgliedseinrichtungen arbeiten in bundesweiten Dachver-bänden bzw. Netzwerken (u.a. Arbeitsgemeinschaft missionarischer Dienste in der EKD, Arbeitsgemeinschaft der pädagogischen Institute und katechetischen Ausbil-dungseinrichtungen, Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenen-bildung e.V., Evangelische Akademien in Deutschland e.V., Evangelische Frauenhil-fe in Deutschland e.V., Evangelische Männerarbeit in der EKD) mit.
Diese Dachverbände bieten u.a. Foren für Qualitäts- und Evaluationsfragen.
Beispiele von überregionaler Qualitätssicherung sind die regelmäßigen Konsulta-tionen „Jugendbildung Ost“ und ein Weiterbildungsprogramm im Rahmen der Evangelischen Akademien “Agenda 2010“.

Leitung
Die Leiter und Leiterinnen der Einrichtungen verfügen über ein abgeschlossenes Hochschulstudium und qualifizierende Arbeitserfahrungen, oft auch Zusatzausbil-dungen (Ehe-, Lebens- und Familienberatung, Erwachsenenbildung, Gemeinde-beratung) in der Bildungs- und Beratungsarbeit mit Erwachsenen.
Es wird kollegiale Beratung und Supervision in Anspruch genommen. Die kontinuier-liche Weiterbildungsverpflichtung (in Dienstbeschreibungen formuliert) wird realisiert.
Bei der Führung der Mitarbeiter/innen wird ein partizipatorischer Leitungsstil gepflegt, der die Eigenverantwortung der Mitarbeiter/innen fördert und sie in Entscheidungen einbezieht, um so die spezifischen Qualifikationen der Mitarbeiter/innen für die eigene Leitungsarbeit fruchtbar zu machen. Rückmeldungen der Mitarbeiter/innen
in bezug auf das Leitungsverhalten sind selbstverständlich.

Mitarbeiter/innenorientierung
Die pädagogischen Mitarbeiter/innen verfügen über ein abgeschlossenes Hoch- bzw. Fachhochschulstudium und meistens auch über Zusatzausbildungen (Supervision, Gemeindeberatung, Gruppenpädagogik, Therapie).
Verwaltungsmitarbeiterinnen verfügen über eine Verwaltungsausbildung und ein-schlägige Berufserfahrungen.
Da in jeder Mitgliedseinrichtung bis zu maximal 7 pädagogische Mitarbeiter/innen und jeweils eine Verwaltungsmitarbeiterin arbeiten, ergeben sich zahlreiche auch informelle Kontakte zwischen Leitung und Mitarbeiter/innen.
Kernstück der Kommunikation zwischen Leitung und Mitarbeiter/innen sind regel-mäßig stattfindende ausführliche Dienstberatungen, in denen Veranstaltungen und Projekte ausgewertet, Informationen ausgetauscht, Aufgaben verteilt, Verabredun-gen getroffen und Arbeitsabläufe kritisch erörtert werden. Jede Dienstberatung beginnt mit einer Andacht zur Vergewisserung und Orientierung. Besprechungsergebnisse werden in Protokollen festgehalten.
Zusätzlichen Raum für kritische Reflexion und Standortbestimmung, Äußerung von Wünschen und Kritiken ohne Belastung durch das "Tagesgeschäft" bieten solche Arbeitsformen wie Mitarbeiterfrühstück, Hauskonferenzen, Jahres-Klausuren.
Es existieren ausführliche Stellen- und Dienstbeschreibungen, die bei Bedarf aktualisiert werden.
Jährliche Mitarbeiter/innengespräche werden durchgeführt.
Die Nutzung von Reflexionshilfen für die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Supervision, Beratung, externe Moderation von Klausuren etc.) wird angestrebt.
Zu den Mitarbeiter/innen gehören im weiteren Sinne auch Honorarmitarbeiter/innen. Sie tragen zur Vielfalt der Programmangebote bei.
Die Kontakte zu externen Lehrkräften werden systematisch gepflegt.
Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen werden für einzelne, speziell beschriebene Arbeits-aufgaben (z.B. als Beirat für ein spezielles Seminarprojekt oder als Mitarbeiter/innen in der Öffentlichkeitsarbeit) gewonnen.

Materielle Ressourcen
Für die Ausstattung der Büros werden die Möglichkeiten moderner Bürokommunika-tion (PC, Kopierer, Fax) genutzt. Bei der Entscheidung für die Lage der Büros wird auf gute Erreichbarkeit durch Publikum und kooperierende Einrichtungen geachtet.
Kommunikationsformen über Internet (e-Mail, Internetauftritt mit eigener Homepage) werden genutzt. Es sollen auch neue, durch eigene Homepages mögliche Bildungs-formen wie das Einstellen von thematischen Beiträgen und inhaltliche Diskussions-foren im Netz erprobt werden.
Für die Bildungsarbeit stehen z.T. Seminarräume direkt in der Einrichtung zur Verfü-gung. Ein Großteil der Bildungsarbeit erfolgt in von den Landeskirchen getragenen Bildungshäusern, mit denen über Jahre gute Beziehungen entwickelt wurden, so dass sie nicht nur über die notwendige technische Seminarausstattung verfügen, sondern sich darüber hinaus auch auf weitere Bedürfnisse der Teilnehmenden einstellen.

Eine Säule der Finanzierung stellen die Teilnahmebeiträge dar. In den letzten
Jahren wurden sie behutsam erhöht. Dabei spielen Rückmeldungen der Teilneh-menden eine große Rolle. Die Teilnahmebeiträge werden erhoben in Abhängigkeit von Kostenintensität und inhaltlicher bzw. methodischer Attraktivität der Bildungs-veranstaltungen sowie den sozialen Lebenslagen der Teilnehmenden.
Bei der Einwerbung von Fördermitteln auf Bundesebene werden die Dachverbands-strukturen (EAD, DEAE) genutzt, auf Landesebene übernimmt dies die EAE - Geschäftsstelle (Förderung über das Weiterbildungsgesetz M-V) bzw. die Mitglieds-einrichtungen (kommunale Mittel, Mittel der Landeszentrale für politische Bildung) selber.

Zunehmende Bedeutung bekommt das Einwerben von Spendenmitteln. Hier werden verschiedene Wege erprobt: Spendenaufrufe in Halbjahresprogrammen, Aufbau eines Freundeskreises, Pflege der Spender/innen.

Haushaltsplanung und Jahresabschluss werden entsprechend der landeskirchlichen Ordnung von dem jeweils begleitenden Beirat bzw. Kuratorium beraten und ange-nommen.
Diese Beiräte achten auf effektive Nutzung der finanziellen Ressourcen und Möglich-keiten von Kosteneinsparungen.

Prozesse
Kernprozesse sind:ProgrammplanungProgrammerstellungVorbereitung und Organisation der Veranstaltungen Öffentlichkeitsarbeit, gezielte WerbungAnmeldeverfahren, Teilnehmer/innenberatungDurchführung der Veranstaltung Auswertung/Evaluation Finanzplanung und BuchführungBeantragung und Abrechnung von Fördermitteln Die EAE reflektiert in Weiterführung des Qualitätssicherungsprozesses die einzelnen Kernprozesse kritisch und entwickelt im Ergebnis verbindliche Standards und Rege-lungen wie Checklisten etc.

Zufriedenheit der Teilnehmenden/Kunden
Eine Auswertung durch die Teilnehmenden ist Bestandteil jeder Veranstaltung, sei es durch mündliche Feedbackrunden oder formalisierte Auswertungsformen wie etwa differenzierte Fragebögen. Oft bieten auch informelle Nachgespräche mit Teilneh-menden wertvolle Hinweise.
In jedem Fall fließt die Einschätzung durch die Teilnehmenden als gewichtiger Be-standteil in die Veranstaltungsauswertung und die weitere Programmplanung ein. Neue Bedarfe (Themen, Veranstaltungsformen, Methoden) und neue Zielgruppen rücken dabei ins Blickfeld.
Das hier beschriebene gemeinsame System der Qualitätssicherung wird von den einzelnen Mitgliedseinrichtungen gemäß ihrer besonderen Aufgabenstellung in spezifischer Weise eingesetzt.


2. Teilnehmer/inneninformation
(gemäß §8 Weiterbildungsgesetz M-V)

Veranstaltungsprogramm
Für alle Veranstaltungen, die über vier Bildungsstunden hinausgehen, können Sie beim jeweiligen Veranstalter Einladungen mit einer detaillierten Veranstaltungsplanung erhalten.

Gruppengrößen
Wir planen die Teilnehmer/innenzahl (TLN) entsprechend der inhaltlichen Anliegen der Veranstaltungen:Veranstaltungen mit Tagungscharakter: 30 – 120 TLNVeranstaltungen mit Seminarcharakter: 10 – 30 TLN
persönlichkeitsorientierte Veranstaltungen: 8 – 18 TLN
Eltern-Kind-Kurse: bis zu 8 Eltern

Teilnahmevoraussetzungen
Die Angebote richten sich an alle Interessierten, soweit keine besonderen Vorraussetzungen bzw. Zielgruppen angegeben sind.

Anmeldung
Verbindliche Anmeldungen richten Sie bitte bis 10 Tage vor Veranstaltungsbeginn bzw .entsprechend der Anmeldefrist an den jeweiligen Veranstalter (s. Programm). Gesonderte Bestätigungen ergehen nicht. Die Anmeldung ist angenommen, wenn keine schriftliche Absage erfolgt.

Ermäßigungen
Ermäßigungen aus sozialen Gründen können auf Anfrage in Rücksprache mit der Leitung des veranstaltenden Bildungsträgers gewährt werden.

Zahlungsweise
Die Zahlungsweise (Überweisung oder Barzahlung vor Ort) erfragen Sie bitte beim jeweiligen Veranstalter.

Rücktritt
Der Rücktritt von einer Anmeldung muss spätestens 10 Tage vor Veranstaltungs-beginn erfolgen, ansonsten müssen wir von Ihnen leider eine Gebühr in Höhe von 50% des Teilnahmebeitrages erheben.
Bei Veranstaltungen mit Übernachtung/Verpflegung können andere Rücktritts-regelungen (entsprechend der Bedingungen des jeweiligen Tagungshauses) gelten. Lassen Sie sich von dem jeweiligen Veranstalter informieren.

Ausfall von Veranstaltungen
Fällt eine Veranstaltung aus organisatorischen Gründen (z. B. Erkrankung von
Referent/innen o.ä.) aus, werden bereits gezahlte Teilnahmebeiträge zurückerstattet.
Darüber hinausgehende Ansprüche werden ausgeschlossen.

17.03.2008


3. Qualitätsmerkmale für die Durchführung von Bildungsveranstaltungen

Erkennbarkeit des evangelischen Profils
in der Verantwortung des christlichen Glaubens zur Sinn- und Werteorien-tierung in einer weitgehend säkularisierten Gesellschaft beitragenevangelische und biblische Bezüge herstellenevangelische Dimension der unterschiedlichen Themen herausarbeitenvon einem christlichen Menschenbild ausgehen, das den Menschen in seiner Gottesebenbildlichkeit als fähig für ein Leben in Freiheit und Verantwortung begreift, aber ihn als Geschöpf Gottes auch mit seinen Unzulänglichkeiten und Grenzen siehtMenschen in ihren Fähigkeiten zur eigenen Gestaltung des Lebens stärken
Teilnehmer/innen- und ProzessorientierungVeranstaltungen bieten Raum dafür, dass die Teilnehmenden ihre Erfahrun-gen zum Thema einbringen können.Sie gestalten den Prozess der Veranstaltung mit. Das geschieht z.B. durchEinbeziehen von Mitgliedern der Zielgruppe in die Veranstaltungsvor-bereitung, wenn es sich anbietetKlären der Erwartungen zu Beginn der Veranstaltung und bei Bedarf Veränderungen am ProgrammFeedbackrunden während der Veranstaltung, um Impulse und Kritik der Teilnehmenden aufzunehmengemeinsame Auswertungen (Formen in Abhängigkeit von der Veranstaltungsart)
Ziel- und ErgebnisorientierungLernziele für Teilnehmende transparent machenHervorheben wichtiger Lernergebnisse und erreichter ZwischenzieleKontrolle gemeinsam mit den TeilnehmendenRahmenziele:Förderung von Problembewusstsein Ermutigung sowie Orientierung Anregungen zum Weiterdenken, Weiterlernen
Moderationfolgt den Regeln der TZI (Balance zwischen Thema, Gruppe und Ich halten)gibt klare Impulse und macht Arbeitsschritte transparentstellt entspannte Arbeitsatmosphäre herachtet darauf, dass sich möglichst alle Teilnehmenden in den Lernprozess einbringen könnenfördert die Kommunikation der Teilnehmenden untereinanderbenennt und akzeptiert unterschiedliche Standpunktenimmt in Konfliktsituationen Teilnehmende oder auch Referent/innen in Schutz
Methodenmit einer Vielfalt von Methoden arbeiten und diese stimmig zu Thema und Gruppensituation auswählenklare Ansagen für Arbeitsaufgaben machenMethoden sollen Begegnung der Teilnehmenden untereinander ermöglichenAnfangs- und Endsituation deutlich gestaltenwichtige Lehr- und Sozialformen: Lehrvortrag/Referat; Einzel- und Partnerarbeit, „Lehr“gespräch, Gruppenarbeit, Rollen- und Planspielganzheitlicher Ansatz: Methoden sollen Begegnung mit dem Thema auf verschiedenen Ebenen ermöglichen und alle Sinne ansprechen
MedieneinsatzMedieneinsatz so, dass er die Kommunikation fördert und nicht die Teilnehmenden mit Informationen überflutetprofessioneller Einsatz der zur Verfügung stehenden Medien (Visualisierung mit Flipchart, Metaplanwänden, Overhead, Powerpoint, Video, Film, Audioträger), wenn sie zur Erreichung der Ziele dienen können
LehrpersonalKriterien für Auswahl sind deren fachliche, didaktische und kommunikative Kompetenzen.Es wird angestrebt, dass die Referent/innen sich während der gesamten Tagung einbringen und nicht nur für ihren Beitrag anwesend sind.
RahmenbedingungenRäume mit der notwendigen seminartechnischen Ausstattung und angenehmer AtmosphäreMöglichkeiten für unterschiedliche Lernarrangements (flexible Bestuhlung, Räume für Kleingruppen...)angenehme Gestaltung für Teilnehmende: gestaltete Mitte, Blumenschmuck, Getränkeangebot, bei Bedarf Imbiss bzw. Verpflegungsmöglichkeitenangemessene Teilnehmer/innenzahl: für persönlichkeitsorientierte Veranstaltungen kleine Gruppen,
für mehr themenorientierte Tagungen größere TeilnehmergruppenZeitmanagement: Wechsel von Arbeits- und Pausenphasen gestalten,
Zeiten zum „Ausatmen“ ohne neuen Input,
Zeitvorgaben des Programms einhalten

Praxisorientierung und Transfer
Die Orientierung an der Praxis der Zielgruppe zieht sich von der Themenfindung bis zur Planung und Durchführung.
In der Veranstaltung zeigt sich das vor allem durch:Einbeziehen von Beispielen aus der Lebenspraxis der TeilnehmendenEinheiten zum Einüben/Anwenden von neu erlernten HandlungsmöglichkeitenVorstellen von Möglichkeiten der praktischen Anwendung des Wissens (z.B. regionale Initiativen, Projekte ...)Einheiten, in denen die Anwendung des Gelernten in der eigenen Praxis thematisiert und nach Möglichkeiten der Absicherung des Transfers gesucht wird


4. Mitarbeit von externen Referent/innen

4.1. Checkliste für Vertragsgespräch

Informationen, die wir von dem/der Referent/in benötigen

Beziehung des/der Referent/in zum ThemaQualifikationen (evtl. Nachweis durch Kurzviten, Zertifikate u.ä.; Veröffentlichungen)Verhältnis zu Kirche und kirchlichen Arbeitsstrukturen Erfahrungen in der ErwachsenenbildungVorstellungen über: Honorar Reisekosten
Erstattung sonstiger Aufwendungen

Organisatorisches: Übernachtung
An- und Abreise
Abholung: Wo? Wann?

Benötigte seminartechnische Ausstattung

Informationen von uns für den/die Referent/in

Thema Veranstaltungsdatum/VeranstaltungsortZiel der VeranstaltungKurze Vorstellung des Trägers, Einordnung d. Veranstaltung in das Gesamtprofil Erwartungen an die Leistung im Kontext der GesamtveranstaltungGruppengrößeGruppenstruktur (Alter, Berufe, Vorerfahrungen)ZeitplanNamen der anderen Referent/innenevtl. Bitte um kurzen Text für die Ausschreibung, Manuskript, Thesen, Skripte, Arbeitsblätter...

4.2. Kurzprotokoll über Vertragsgespräch

Im Gespräch am _____________ wurde mit ________________________________
folgendes vereinbart:

Er/Sie übernimmt bei der Veranstaltung________________________________________________________

am _____________________

in _________________________________________

zum Thema:




folgende Leistung (z.B. Referat, Moderation):




in einem Umfang von _________ U.Std. und einem Honorar von ______________ €.



Die Reisekosten werden von uns übernommen: ja nein



Kosten für Unterkunft und Verpflegung: ja nein



Sonstige Erstattungen:



Abholung: Wo? Wann?



Benötigte seminartechnische Ausstattung:



Weitere Verabredungen:





Ort, Datum: ________________________ Mitarbeiter/in: ________________


4. 3. Werkvertrag Evangelische Arbeitsgemeinschaft Erwachsenenbildung
Geschäftsstelle Domplatz 13,18273 Güstrow
Tel.: (0 38 43) 68 64 86
e-Mail: info@eae.ellm.de

WERKVERTRAG

Zwischen
Name, Vorname ______________________________________________________

Anschrift _________________________________________________________________________

und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs

wird folgender Vertrag geschlossen:

1. Sie/er arbeitet als Honorarmitarbeiter/in bei folgender Bildungsveranstaltung mit:
Bezeichnung der Veranstaltung und der Arbeitsaufgabe:

___________________________________________________________________

Zeit und Ort: _________________________________________________________

2. Die Mitarbeit umfasst _______ Bildungsstunden á 45 min.

3. Das Honorar beträgt pro Bildungsstunde ___________ €, insgesamt _________€.

4. Das Honorar ist von der Mitarbeiterin/dem Mitarbeiter selbst zu versteuern.

Ort/Datum _________________________ Ort/Datum ______________________

Vertreter/in EAE Mitarbeiter/in

4.4 FahrkostenabrechnungEvangelische Arbeitsgemeinschaft Erwachsenenbildung
Geschäftsstelle Domplatz 13,18273 Güstrow
Tel.: (0 38 43) 68 64 86
e-Mail: info@eae.ellm.de


FAHRTKOSTENABRECHNUNG

Zur Durchführung folgender
Veranstaltung/Seminar: ________________________________________________

Datum: _________________ Ort: _______________________________________

wurde von Name, Vorname: _________________________________________________
Anschrift: ___________________________________________________________

folgende Wegstrecke zurückgelegt: von _________________ nach ______________

mit öffentlichen Verkehrsmitteln: __________________ €

mit privateigenem Pkw: ___________ km á 0,20 € = ________________________ €

Begründung für PKW-Benutzung:

Ich bitte um Überweisung auf das
Konto-Nr.: _________________________________

BLZ: _________________________________

Bank: _________________________________


Ort, Datum: ___________________________ Unterschrift: ____________________

4.5. Honorarrichtlinie
(in Anlehnung an das Kirchl. Amtsblatt der Ev.-Luth. Landeskirche
Mecklenburgs 4-5/2002)

Anstellung: halbtags / ganztags / pro U.Std. (45 Min.)

Mitarbeiter/innen der eigenen Landeskirche: bis zu 50,00 € / 90,00 € / 12,00 €

Mitarbeiter/innen anderer Landeskirchen: 70,00 € / 130,00 € / 15,00 €

Nichtkirchliche Mitarbeiter/innen: 100,00 € / 180,00 € / 15,00 €

Höchstbeträge *: 140,00 € / 250,00 € / 22,00 €


* Höchstbeträge können nur nach Absprache in der Dienstberatung gewährt werden (z. B. wenn Deckung durch TLN-Beiträge vorhanden, wichtige Qualifikationen ...)

erstellt am 03.07.2002


5. Kriterien für das Erstellen von Teilnahmenachweisen

Die EAE unterscheidet drei Stufen von schriftlichen Bestätigungen gegenüber Teilnehmenden seitens ihrer Mitgliedseinrichtungen.Teilnahmebestätigung

Bestätigt nur die Teilnahme an der Bildungsveranstaltung, ohne auf Qualitätsstandards ausdrücklich Bezug zu nehmen.

Es gibt keine Richtlinien für die Dauer bzw. Intensität der Veranstaltung (Formate).Die Lerninhalte sind in der Ausschreibung (Veranstaltungsflyer) nur allgemein gehalten und nicht Teil der Bestätigung (nur Titel der Veranstaltung). Ebenso werden Lernergebnisse nicht geprüft.

Wenn eine Förderung durch die BpB bzw. die LpB erfolgt, kann dies vermerkt werden; gleiches trifft zu, wenn die Veranstaltung als Fortbildung durch entsprechende Einrichtungen anerkennt wird (z.B. Lehrerfortbildung im Land MV).Das Ausstellen von Teilnahmebestätigungen obliegt allein den jeweiligen Veranstaltern und bedarf keiner Absprache mit der EAE.

Bildungsnachweis

Bestätigt den erfolgreichen Bildungsabschluss.

Entsprechend dem Charakter der jeweiligen Fortbildung wird die Qualität der besuchten Veranstaltung überdie Dauer der Teilnahme (Stundenumfang, fortlaufende Module),

die Beschreibung der Lerninhalte und

der erworbenen Fähigkeiten, unter Umständen einschließlich des erbrachten Nachweises,beschrieben.Es findet auf der MV der EAE kontinuierlich ein Austausch über die Qualitätsstandards und über die standardisierten Angaben auf dem Bildungsnachweis statt. Die jeweiligen Einrichtungen stellen den Bildungsnachweis selbständig aus. Voraussetzung eines solchen Bildungsnachweises ist auf Seiten der Veranstalter (Bildungseinrichtung) eine kontinuierliche Selbstevaluation.


3. Zertifikat

Bestätigt wird der Abschluss einer qualifizierenden Fort- oder Weiterbildung durch ein Zertifikat. Dies enthält gegebenenfalls den Nachweis der erbrachten Fähigkeiten und enthält zudem Angaben zur Dauer des Nachweises und unter Umständen zum Geltungsbereich (Berechtigung für bestimmte Tätigkeiten, die mit der Ausbildung verbunden sind, sowie Umfang der Anerkennung über das Bundesland bzw. die Landeskirche hinaus).Entsprechend dem Charakter der jeweiligen Fort- oder Weiterbildung muss die Qualität überdie Dauer der Teilnahme (Stundenumfang, fortlaufende Module),

die Beschreibung der Lerninhalte und

der erworbenen Fähigkeiten,

einschließlich des erbrachten Nachweises,

wenn möglich, des Geltungsbereichesbeschrieben werden.Die Qualitätsstandards werden unter Berücksichtigung der entsprechenden Überlegungen in der EEA der ELLM und in der DEAE in der EAE erarbeitet und festgehalten. Die Zertifikate werden von den einzelnen Einrichtungen ausgestellt.

Voraussetzung eines solchen Zertifikates ist auf Seiten der Veranstalter (Bildungseinrichtung) eine kontinuierliche Selbstevaluation.

Stand 8.12.2010


6. Evaluation von Bildungsveranstaltungen

6.1. Grundsätze

Alle Bildungsveranstaltungen im Rahmen der EAE werden evaluiert.
Die Wahl des Verfahrens ist aber abhängig von der Art der Veranstaltung.

Vorraussetzung für eine Evaluation sind die vor Beginn der Veranstaltung formu-lierten Ziele. Dabei sind Ziele konkreter formulierbar, wenn es sich um Veranstaltun-gen mit einem deutlichen Schwerpunkt im Kenntnis- oder Fähigkeitserwerb handelt und offener zu formulieren für Veranstaltungen mit prozessorientierter Beschäftigung mit Einstellungen und Verhaltensweisen der Teilnehmer/innen.

Im folgenden werden einzelne Formen der Evaluation, die in der EAE eingesetzt werden, beschrieben.

A. Auswertung durch die Teilnehmenden

Feedbackrunde als Blitzlicht
Diese Form kann nicht nur am Ende einer Veranstaltung eingesetzt werden, sondern besonders auch als Zwischenbilanz. In vielen Veranstaltungen ist es notwendig, Feedback-Regeln einzuführen und zu üben. Diese Evaluierungsform ist dann selbst Bestandteil des Lernprozesses.

Auswertungsgespräch
Diese Form des Austausches zwischen Teilnehmenden und Kursleitung braucht ihre Zeit.
Es hat sich bewährt, zu Beginn des Auswertungsgespräches den Teilnehmenden noch einmal den Veranstaltungsverlauf in Erinnerung zu rufen und sie auf die zu Beginn geäußerten Erwartungen hinzuweisen.
Es können gezielte Auswertungsfragen gestellt werden in bezug auf die Auseinan-dersetzung mit dem Thema oder die persönliche Entwicklung.

Eine besonders intensive Form des Auswertungsgespräches, die auch Äußerungen von Teilnehmenden ermöglichen kann, die in großen Runden eher zurückhaltend sind, ist die Arbeit in Kleingruppen zu gezielten Auswertungsfragen vor dem abschließenden Gespräch im Plenum.

Visualisierte Formen
Auswertungsfragen der Veranstaltungsleitung werden so aufbereitet, dass die Antworten in einer für alle sichtbaren Form gegeben werden, z.B. Plakate mit Satzanfängen (z.B. „Bei diesem Seminar habe ich vermisst ...“), die von den Teilnehmenden vervollständigt werdenSkalen (z.B. zwischen „sehr wohl gefühlt“ und „schlecht gefühlt“), auf denen die Teilnehmenden Klebepunkte setzenAufstellung der Teilnehmenden im Raum auf vorher definierten Plätzen (z.B. „Interesse an Weiterführung des Themas“, „Interesse mit Vorbehalt“,
„kein Interesse“)

Diese Formen brauchen relativ wenig Zeit. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Teilnehmenden die Fragen für sich selbst beantworten und sich positionieren ohne beeinflusst zu werden von den Meinungen der anderen. Diese Form kann auch sehr gut vor einem Auswertungsgespräch stattfinden, in welches dann die Befunde der visualisierten Antworten eingehen.

Fragebögen
Mit Fragebögen kann eine Vielzahl von Daten erhoben werden, die auch nach der Veranstaltung zur Verfügung stehen und nicht durch den subjektiven Blick der Teamleitung gefiltert werden.
Sie geben besonders den Teilnehmenden eine gute Möglichkeit der Rückmeldung, die sich nicht gern mündlich in größeren Runden äußern.
Allerdings bringt die Arbeit mit Fragebögen auch Herausforderungen mit sich.Teilnehmer/innen brauchen Anreize, einen Fragebogen auszufüllen. EinAnreiz kann darin liegen, dass die Auswertungsergebnisse der Gruppe ver-öffentlicht und mit ihr besprochen werden. Das ist aber nicht immer möglich.Das Ausfüllen von Fragebögen bringt ein Element von Distanz in die Abschlussphase einer Veranstaltung, das als störend empfunden werden kann. Der Zeitpunkt muss deshalb sorgfältig geplant werden.
In der EAE werden Fragebögen nicht als Standard eingesetzt.
Mit ihnen wird gern in langfristigen Bildungsveranstaltungen gearbeitet. Den päda-gogischen Mitarbeiter/innen der EAE stehen Musterfragebögen zur Verfügung, die sie entsprechend den Intentionen ihrer Veranstaltungen abwandeln können.

Informelle Rückmeldungen
Informelle Rückmeldungen erhalten Lehrkräfte mehr oder weniger zufällig, aber sie können Indizien für die Befindlichkeit der Lerngruppe sein.
Es ist wichtig, dass die Lehrkräfte für die Rückmeldungen von Teilnehmenden aus Pausengesprächen, beim Essen, abends beim Wein u.ä. offen sind und diese aufnehmen.

Nachbegleitung von Teilnehmenden
Diese Form wird vor allem bei mehrteiligen Bildungsveranstaltungen mit klarem Handlungsbezug eingesetzt. Zu ehemaligen Teilnehmenden wird nach einer Frist Kontakt aufgenommen, um etwas über den Stand der im Seminar vorbereiteten Handlungsschritte zu erfahren und bei Bedarf beratend und bestärkend tätig zu werden.

B. Evaluation durch die Veranstaltenden

Jede Veranstaltung wird mit einer differenzierten Einschätzung durch die Veranstal-tungsleitung unter Einbeziehung der Ergebnisse der Evaluation durch die Teilneh-menden abgeschlossen. Diese erfolgt in der Regel in der Dienstberatung. Es werden Konsequenzen für die Weiterarbeit in bezug auf Thema, Methoden, Zielgruppe, externen Referent/innen, Rahmenbedingungen u.ä. gezogen.

Besonders umfangreiche Evaluationen sind für Modellprojekte vorgesehen. Diese können zusammen mit einem Projektbeirat erfolgen, in dem in der Regel auch Teilnehmende vertreten sind.

In prozessorientierten Veranstaltungen, die von einem während der ganzen Veran-staltung anwesenden Team geleitet werden, gibt es zudem auch Zwischenaus-wertungen, die bei Bedarf zur Veränderung der Planung führen (rollende Planung).

6.2. Instrumente - Fragebögen

A. Fragebogen für Teilnehmer/innen zur Auswertung des Kurses/der Veranstaltung:

1. Wie hat mir der Kurs/die Veranstaltung gefallen?

inhaltlich sehr gut gut ging so nicht so gut gar nicht

methodisch sehr gut gut ging so nicht so gut gar nicht

Atmosphäre in der Gruppesehr gut gut ging so nicht so gut gar nicht

2. Wie habe ich den Kurs/die Veranstaltung erlebt?

Was hat mir besonders gefallen?


Was war überflüssig?


Was hat mir gefehlt?


3. Meine Anregungen für einen neuen Kurs/eine neue Veranstaltung:





Datum:



B. Fragebogen für Referent/innen zur Auswertung von Veranstaltungen


Wie gestaltete sich aus meiner Sicht der Verlauf der Veranstaltung?


Wie habe ich die Teilnehmenden erlebt? Welche Besonderheiten, z.B. deutliche Abweichungen von der Planung, gab es?
Wie habe ich die Rahmenbedingungen (Veranstaltungsort, technische Ausstattung, Verpflegung, Zeit ...) erlebt?



Wie habe ich die Zusammenarbeit mit dem Veranstalter/der Veranstalterin erlebt?



Was ich dem Veranstalter/der Veranstalterin sagen möchte .....



Welche Ideen habe ich für weitere Veranstaltungen?


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